Netflix vs. Fernsehen: Wer hat gewonnen und warum sehen sie gleich aus?

Netflix ist gereift und hat Praktiken wie Sendezeiten, Bündel, Werbung und Wiederholungen übernommen. Damit hat es sich von einem Disruptor des Kabelfernsehens zum größten globalen "Netzwerk" entwickelt.
Ursprünglich präsentierte sich Netflix als Anti-Fernsehen und bot Freiheit von der Tyrannei des Kabels und festen Terminen. Inzwischen hat das Unternehmen jedoch Elemente des traditionellen Fernsehens wieder zusammengefügt.
Konkret überträgt Netflix jetzt Live-Sportveranstaltungen, wie z. B. NFL-Spiele am Weihnachtstag, und zieht damit Millionen von Zuschauern an. Es hat auch die Rechte an der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft erworben und überträgt "Raw", was das Gefühl des Terminfernsehens verstärkt.
Darüber hinaus hat Netflix die Praxis der Bündelung durch Partnerschaften mit Unternehmen wie Comcast und Verizon wiederbelebt und gleichzeitig Werbung eingeführt, obwohl es ursprünglich das Gegenteil versprochen hatte.
Wiederholungen erfolgreicher Serien wie "Suits" sind ebenfalls zu einem wichtigen Bestandteil der Netflix-Strategie geworden und haben die Wirtschaft der Wiederholungen angekurbelt.
Trotz Preiserhöhungen und der Bekämpfung der gemeinsamen Nutzung von Passwörtern bleibt Netflix dominant und hat sich zu einem globalen Unterhaltungsökosystem entwickelt.
Quelle: newmoney.gr