Robert Kennedy: Umstrittene Ernennungen im Autismus-Ausschuss

Robert Kennedy Jr., ein amerikanischer Gesundheitsbeamter, hat mit der Ernennung neuer Mitglieder in den Bundesausschuss, der zu Fragen des Autismus berät, Kontroversen ausgelöst. Zu den Ernennungen gehören Personen, die Autismus mit Impfstoffen in Verbindung bringen und unbewiesene Behandlungen fördern.
Kennedy hat wiederholt behauptet, dass Kinderimpfstoffe Autismus verursachen, obwohl wissenschaftliche Studien das Gegenteil beweisen. Die Ernennungen haben Kritik von Experten und ehemaligen Ausschussmitgliedern hervorgerufen, wobei Alison Singer von der Autism Science Foundation Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen äußerte.
Der Ausschuss umfasst nun Daniel Rossignol, einen Arzt, der umstrittene Behandlungen fördert, und John Gilmore, Gründer des Autism Action Network, der glaubt, dass sein Sohn aufgrund von Impfstoffen Autismus entwickelt hat. Der Interagency Autism Coordinating Committee, der 2006 gegründet wurde, berät über die Bundesmittel für die Autismusforschung.
Obwohl die Ursache von Autismus weiterhin unbekannt ist, hatte Kennedy versprochen, die Antwort bis September zu finden. Er hat auch umstrittene Behandlungen und Empfehlungen vorgeschlagen, wie z. B. die Vermeidung von Paracetamol während der Schwangerschaft.