Neue Methode unterscheidet gefährliche genetische Mutationen bei Brust- und Eierstockkrebs

Ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung der Biostatistik-Abteilung des Cyprus Institute of Neurology and Genetics (CING) hat eine neue Methode entwickelt, um Mutationen in den BRCA1- und BRCA2-Genen zuverlässiger zu interpretieren.
Die in Nature Communications veröffentlichte Studie analysierte Daten von über 400.000 Frauen weltweit, um genetische Mutationen, die das Krebsrisiko erhöhen, von solchen zu unterscheiden, die dies nicht tun.
Dr. Kyriaki Michailidou, Leiterin der Studie, erklärte, dass die neue Analyse praktische Anwendungen in der klinischen Praxis bietet und es Ärzten und Genetikern ermöglicht, Frauen genauer über die Risiken zu informieren, die mit den von ihnen getragenen Mutationen verbunden sind.
Das entwickelte statistische Modell vergleicht die Häufigkeit spezifischer Mutationen bei Frauen mit und ohne Krebs und hilft so, Mutationen zu identifizieren, die mit einem erhöhten Risiko verbunden sind.
Prof. Leonidas Phylactou, General Executive Director und Medical Director von CING, betonte, dass die Studie ein wichtiger Schritt hin zur personalisierten Medizin sei und die Rolle des Instituts bei der Prävention und Gesundheit von Frauen demonstriere.
Die Studie ist verfügbar unter: Nature Communications.