Klimawandel: Überhitzung beeinträchtigt die Gehirnfunktion

Laut Wissenschaftlern beeinträchtigen der Klimawandel und häufige Hitzewellen die Gehirnfunktion. Übermäßige Hitze kann neurologische Erkrankungen wie Epilepsie, Demenz und Multiple Sklerose verschlimmern.
Studien haben gezeigt, dass Hitze den Schlaf, die Stimmung und die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen kann, wodurch Menschen reizbarer und depressiver werden. Eine amerikanische Studie in der Fachzeitschrift Science Advances ergab einen Anstieg der Notaufnahmebesuche aufgrund von Krankheiten im Zusammenhang mit Vergiftungen, Atemwegssymptomen und Problemen des Nervensystems.
Sanjay Sisodiya vom University College London berichtet, dass plötzliche Temperaturänderungen Krisen bei Patienten mit neurologischen Syndromen verschlimmern. Überhitzung beeinträchtigt das Urteilsvermögen, Entscheidungen und die natürliche Wärmeregulierung des Gehirns.
Eine Studie in 25 Ländern zeigte, dass Hitze mit einer Zunahme von Schlaganfällen verbunden ist, wobei die heißesten Tage für zusätzliche Todesfälle verantwortlich sind.