Krebs: Fast 40% der Fälle könnten verhindert werden

Weltweit werden jährlich fast 20 Millionen Menschen mit Krebs diagnostiziert. In Zypern liegt die Zahl der Neuerkrankungen jährlich zwischen 4.500 und 5.000. Eine neue internationale Studie zeigt, dass fast 40 % der Krebsfälle hätten verhindert werden können.
Die Studie, die zum Weltkrebstag veröffentlicht wurde, bringt 7,1 Millionen der 18,7 Millionen Fälle im Jahr 2022 mit vermeidbaren Faktoren in Verbindung. Die Hauptrisikofaktoren sind Rauchen, Infektionen und Alkoholkonsum.
Stella Kyriakides, ehemalige EU-Kommissarin für Gesundheit, betonte die Notwendigkeit gezielter Präventionsmaßnahmen und die Einrichtung eines nationalen Mechanismus zur Koordinierung der Krebspolitik. Sie erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung von sozioökonomischen Faktoren und politischen Entscheidungen beeinflusst wird.
Antonis Tryfonos betonte im Namen des Ständigen Krebsausschusses, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch und eine einzigartige Geschichte stehen. Erfahrungsberichte von Überlebenden unterstrichen die Bedeutung von Hoffnung und Wertschätzung des Lebens.
Die Studie in Nature Medicine hob geografische und sozioökonomische Ungleichheiten hervor. In Ländern mit niedrigem Einkommen sind Infektionen wie HPV ein wichtiger Faktor, während in Ländern mit hohem Einkommen das Rauchen der wichtigste vermeidbare Faktor ist.
Frau Kyriakides verwies auf die Notwendigkeit eines Nationalen Krebsinstituts mit einem klaren institutionellen Rahmen, Finanzierung und operativer Unabhängigkeit.