US-Alkoholkonsum erreicht Tiefstand aufgrund von Gesundheitsbedenken

Der Alkoholkonsum in den USA hat laut einer Gallup-Umfrage einen historischen Tiefstand erreicht. Ungefähr 54 % der Amerikaner gaben an, Alkohol zu trinken, verglichen mit 58 % im Jahr 2024 und 62 % im Jahr 2023. Dies liegt unter dem vorherigen Rekordtief von 55 % im Jahr 1958.
Der durchschnittliche Konsum ist auf 2,8 Getränke pro Woche gesunken, gegenüber 3,8 im letzten Jahr, was den niedrigsten Stand seit 1996 darstellt. Die Alkoholumsätze sind nach einem Anstieg während der Pandemie rückläufig, da Inflation und hohe Zinsen die Kaufkraft der Verbraucher verringern.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass es keine sichere Menge an Alkoholkonsum gibt. Vor einem Jahr warnte der damalige US-Gesundheitsminister Vivek Murthy, dass Alkohol das Risiko für sieben Krebsarten erhöht. Im Februar forderte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Krebswarnhinweise auf alkoholischen Getränken und eine Erhöhung ihrer Preise um 50 %.
In der letzten Umfrage gaben 53 % der Befragten an, dass selbst mäßiger Alkoholkonsum schädlich ist, verglichen mit 45 % im Jahr 2024. Nur 24 % gaben an, am Vortag Alkohol konsumiert zu haben, während 40 % angaben, dass seit ihrem letzten Alkoholkonsum mindestens eine Woche vergangen sei.
Lydia Saad, Direktorin für Sozialforschung bei Gallup, erklärte, dass der Rückgang des Alkoholkonsums offenbar nicht auf eine Verlagerung hin zu anderen Substanzen wie Cannabis zurückzuführen ist.