Arbeitslosigkeit beeinflusst laut Studie sogar Träume

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Arbeitslosigkeit sogar die Träume der Menschen beeinflussen kann. Laut der in der Zeitschrift Dreaming veröffentlichten Studie verändert Arbeitslosigkeit die Träume, reduziert Elemente der Überraschung und visuellen Beobachtung und erhöht gleichzeitig arbeitsbezogene Themen.
Die Forscher stützen sich auf die Annahme der „Kontinuität“, wonach Träume eine Erweiterung des täglichen Lebens darstellen. Wenn jemand seinen Job verliert, erlebt er eine psychische Distanzierung, die sich auf seinen Schlaf auswirkt.
Der Verlust des Arbeitsplatzes kann zu Identitätskrisen, vermindertem Selbstwertgefühl, sozialem Rückzug und Entfremdungsgefühlen führen. Die Forscher untersuchten die Träume von Arbeitslosen und kamen zu folgenden Schlussfolgerungen:
- Mehr berufliche Themen: Träume enthielten häufiger Wörter im Zusammenhang mit Arbeitsplätzen, Studien und beruflichen Themen.
- Weniger „Überraschung“: Die Bezüge enthielten weniger Wörter, die auf Überraschung oder unerwartete Veränderungen hindeuteten.
- Reduzierte visuelle Beobachtung: Arbeitslose verwendeten weniger Wörter im Zusammenhang mit „sehen“, „beobachten“, „schauen“.
Die Forscher vermuten, dass sich die Abkopplung von der Arbeit sogar auf die Träume auswirkt, was zu einer weniger aktiven und beobachtenden nächtlichen Erfahrung führt.
Quelle: Vita