Studie: Leihmütter haben ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen

Eine neue Studie zeigt, dass Leihmütter im Vergleich zu Frauen, die ihre eigenen Kinder austragen, ein erhöhtes Risiko haben, während und nach der Schwangerschaft psychische Erkrankungen zu entwickeln. Die in Jama Network Open veröffentlichte Studie analysierte Daten von 767.406 Geburten in Ontario, Kanada, zwischen 2012 und 2021.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung psychologischer Unterstützung und Beratung für Leihmütter sowie für Frauen mit psychischen Erkrankungen in der Vorgeschichte. Dr. Maria Velez von der McGill University betonte die Notwendigkeit einer angemessenen Untersuchung und Unterstützung während und nach der Schwangerschaft.
Die Studie ergab, dass Leihmütter eine um 43 % höhere Rate an neuen Diagnosen psychischer Erkrankungen aufwiesen als Frauen, die ohne Hilfe schwanger wurden, und eine um 29 % höhere Rate als Frauen, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterzogen. Stimmungsstörungen und Angstzustände waren die häufigsten Diagnosen.
Dr. Zaina Mahmoud, eine Expertin für die sozio-rechtlichen Aspekte der Leihmutterschaft, betonte die Notwendigkeit weiterer Forschung zu den Faktoren, die zu diesem erhöhten Risiko beitragen, und die Bereitstellung angemessener Unterstützung für Leihmütter.