ADHS: Langfristige Gesundheitsrisiken aufgedeckt

Eine neue groß angelegte Studie zeigt, dass Personen mit ausgeprägten Merkmalen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in der Kindheit ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Gesundheitsprobleme im mittleren Alter haben.
Die im 'JAMA Network Open' veröffentlichte Studie untersuchte Daten von 10.930 Teilnehmern der British Cohort Study, die 1970 begann. Die Forscher unter der Leitung von Experten des University College London (UCL) und der University of Liverpool verfolgten die Teilnehmer von der Geburt bis zum Alter von 46 Jahren.
Die Ergebnisse zeigten, dass Personen mit ausgeprägten ADHS-Merkmalen ein erhöhtes Risiko hatten, zwei oder mehr Erkrankungen zu entwickeln, wie z. B. Migräne, Rückenprobleme, Krebs, Epilepsie oder Diabetes. Darüber hinaus berichteten sie häufiger über Probleme mit ihrer Arbeit oder die Unfähigkeit, ihre täglichen Aktivitäten auszuführen.
Professor Joshua Stott vom UCL betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Unterstützung für Menschen mit ADHS und hob hervor, dass eine frühzeitige Diagnose und angemessene Unterstützung wichtig sind, um ihre körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern.