"The Synanon Fix": Von Drogenreha zur gefährlichen Sekte

"The Synanon Fix", das in den späten 1950er Jahren von Charles Dederich als Drogenrehabilitationsgruppe gegründet wurde, entwickelte sich zu einer gefährlichen Sekte. Die Gruppe, bekannt als Synanon, begann in Santa Monica und expandierte im ganzen Land.
Aus einer Selbsthilfeinitiative entwickelte sie sich zu einer Sekte, in der die Mitglieder bereit waren, sich zwangsweise Vasektomien zu unterziehen und versuchten, ihre Kritiker zu ermorden.
In den 1970er Jahren erließ Dederich bizarre Auflagen, wie z. B. das Rasieren der Köpfe, strenge Diäten und Trainingsprogramme. Männer wurden zu Vasektomien gedrängt, Frauen zu Abtreibungen. Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und zu erschöpfender Arbeit gezwungen.
1978 machte Synanon Schlagzeilen, als der Anwalt Paul Morantz fast an einem Klapperschlangenbiss starb, der von Sektenmitgliedern in seinen Briefkasten gelegt worden war.
Im Jahr 2023 wurde der Dokumentarfilm "The Synanon Fix" unter der Regie von Rory Kennedy veröffentlicht, der die Transformation der Gruppe von der Utopie zu Gewalt und Manipulation schildert. Der Drehbuchautor Mark Bailey betonte die Gefahr des ungezügelten Einflusses von Dederich auf die Synanon-Mitglieder.
Der Dokumentarfilm enthält Archivaufnahmen und Zeugenaussagen ehemaliger Mitglieder, die die Praktiken der Gruppe und die autoritäre Führung von Dederich offenbaren.
Quelle: Los Angeles Times | People