Richtervereinigung fordert Maßnahmen gegen Anwaltsverhalten

Die Richter- und Staatsanwaltsvereinigung (EDE) fordert gesetzgeberische Maßnahmen, um extremes Verhalten von Anwälten in Gerichtssälen zu bekämpfen. Der Brief der EDE an das Justizministerium wurde durch jüngste Vorfälle veranlasst, wie beispielsweise das Verhalten von Zoi Konstantopoulou vor Gericht.
Die EDE schlägt vor, Anwälte aus dem Gerichtssaal zu entfernen, sie vom Prozess auszuschließen und ein Disziplinarverfahren einzuleiten. In ihrem Schreiben erklärt die Vereinigung, dass der derzeitige Rechtsrahmen nicht ausreicht, um extremes Verhalten von Anwälten zu bekämpfen, im Gegensatz zum Verhalten von Bürgern.
Konkret schlägt die EDE entweder eine sofortige Strafverfolgung durch einen speziellen Rechtsrahmen wegen Missachtung des Gerichts, die Verhängung abschreckender Disziplinarstrafen durch das Gericht oder die Entfernung des Anwalts aus dem Gerichtssaal vor.
Die Vereinigung betont, dass die Entfernung des Anwalts mit Hilfe der Polizeiwache erfolgen kann, während in Fällen von Ungehorsam oder Widerstand die bestehenden Bestimmungen angewendet werden. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, den Strafprozess auf Antrag des Prozessbeteiligten, dessen Anwalt abgewiesen wurde, auszusetzen und den Zivilprozess automatisch zu vertagen.
Die EDE weist darauf hin, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Vorfällen von extremem Verhalten gegenüber Justizbeamten gekommen ist, und betont, dass solches Verhalten die Rolle des Richters herabwürdigt und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz untergräbt.