Proteste gegen Kürzungen an Ganztagsschulen in Griechenland eskalieren

Eltern und Lehrer verschärfen die Proteste gegen Kürzungen an Ganztagsschulen. Der Präsident der DOE sagte in, dass die Regierung die Gesellschaft täuscht und dass neue Mobilisierungen der einzige Ausweg sind.
Das Ministerium für Bildung, Kultus und Sport (YPAITHA) führte am 18. September durch ein überraschendes Rundschreiben „Prioritätskriterien“ für die Teilnahme von Kindern an Ganztagsschulen ein. Dies geschah, obwohl frühere ministerielle Entscheidungen und Rundschreiben versicherten, dass Anmeldungen ohne Bedingungen akzeptiert würden.
Der Lehrerverband Griechenlands (DOE) prangerte die Situation an und argumentierte, dass die Bildungsrechte der Schüler verletzt würden und dass die Regierung das öffentliche Schulsystem demontiere. Sie fordern den sofortigen Rückzug des Rundschreibens.
Elternvereine, Lehrer und Kommunalbehörden haben Beschwerden eingereicht. In Attika haben bereits Proteste stattgefunden, und neue sind geplant. Schulleiter werden unter Druck gesetzt, Kinder zu „streichen“ oder Lehrer an andere Schulen zu versetzen.
Am Donnerstag, dem 2. Oktober, veranstalteten Elternvereine aus fünf Gemeinden in Attika einen Protest vor den Bildungsdirektionen von D'Athen. Eltern berichteten, dass die Antwort, die sie erhielten, lautete: „Der Zugang zu Ganztagsschulen war nicht immer für alle kostenlos“.
Der Präsident der DOE, Spyros Marinis, erklärte, dass die Anordnungen des Ministeriums unregelmäßig seien und dass die Regierung Kinder wie Zahlen behandele. Er erwähnte auch, dass in der Grundschulbildung noch 4.000 Stellen unbesetzt sind.
Die DOE hat zusammen mit den Eltern neue Mobilisierungen beschlossen, um die Einstellung und Deckung aller offenen Stellen im Bildungswesen zu fordern. Ein neuer Protest ist für Montag, den 7. Oktober, geplant.