Griechische Steuerbehörde friert 10 Milliarden Euro uneinbringliche Schulden ein

Die griechische Unabhängige Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) leitet eine Bereinigungsaktion für überfällige Schulden an den Staat ein und friert vorübergehend 10 Milliarden Euro an Schulden ein, die als uneinbringlich gelten.
Diese Schulden stammen von bankrotten Unternehmen, verstorbenen Schuldnern oder Personen ohne Einkommen oder Vermögen.
Ziel ist es, die Bücher der Steuerverwaltung zu bereinigen und das tatsächliche Einziehungspotenzial des Staates widerzuspiegeln. Bis Ende 2025 sollen Schulden in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Euro als uneinbringlich eingestuft werden.
Von den insgesamt 111,8 Milliarden Euro an überfälligen Schulden sind bereits 26,35 Milliarden Euro als uneinbringlich eingestuft worden. Mit der neuen Bereinigung steigt der Betrag auf 36,35 Milliarden Euro bzw. 32,5 % der Gesamtsumme.
Die Schulden bleiben zehn Jahre lang aktiv, wobei Konten gesperrt, die Verjährungsfrist ausgesetzt und die Ausstellung von Steuerbescheinigungen untersagt wird. Wenn Einkommen oder Vermögenswerte identifiziert werden, können die Verfahren neu gestartet werden.
AADE-Beamte betonen, dass diese Trennung ein Restrukturierungsinstrument ist, das es den Diensten ermöglicht, sich auf Schulden mit Einziehungspotenzial zu konzentrieren.