Thriller um die Auslieferung des moldawischen Oligarchen

Im Fall der Auslieferung des moldawischen Oligarchen Vladimir Plahotniuc, der am internationalen Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ festgenommen wurde, entwickelt sich ein juristischer Thriller. Er wird von Moldawien wegen der Veruntreuung von 850 Millionen Euro gesucht.
Dem 59-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 2012 und 2014 eine Milliarde Dollar von drei staatlichen Banken in Moldawien veruntreut zu haben. Die griechischen Behörden haben außerdem ein zweites Auslieferungsersuchen aus Russland erhalten.
Laut SKAI wirft Russland Plahotniuc vor, die Ermordung eines politischen Gegners geplant und sich an einer kriminellen Organisation beteiligt zu haben, die Cannabis von Spanien nach Russland schmuggelte.
Innerhalb von 40 Tagen müssen sowohl Moldawien als auch Russland eine vollständige Akte mit den Informationen einreichen, die ihre Anträge untermauern. Die endgültige Entscheidung über die Auslieferung trifft der griechische Justizminister.