Meeresparks in der Ägäis: Pläne und Reaktionen

Griechenland schreitet mit der Schaffung von Meeresparks in der Ägäis voran und löst damit Reaktionen aus der Türkei aus. Petros Liakouras, Professor für Internationales Recht, analysiert den Plan in 11 Absätzen.
Die Meeresparks betreffen abgegrenzte Gebiete innerhalb der Hoheitsgewässer ausgewählter Inseln mit dem Ziel, die marine Artenvielfalt zu schützen, darunter Seevögel, Robben, Delfine und andere Meeressäugetiere. In bestimmten Gebieten ist ein Verbot der Fischerei mit Schleppnetzen vorgesehen.
Die Türkei reagiert und stellt die einseitige Abgrenzung von Parks in Gebieten in Frage, die sie als „Grauzonen“ betrachtet, und argumentiert, dass die Ägäis ein halbgeschlossenes Meer sei, das Konsultationen erfordere. Griechenland weist die türkischen Forderungen unter Berufung auf den Vertrag von Lausanne von 1923 zurück.
Die neuen Meeresparks erstrecken sich von Antimilos bis Levitha und umfassen Inseln wie Milos, Santorin und Amorgos sowie Inselchen, die die Türkei als umstritten betrachtet.
Herr Liakouras betont, dass Griechenland nationale Gesetze zum Schutz der Meeresumwelt innerhalb der Parks erlassen kann, ohne die Zustimmung eines anderen Staates einzuholen.