Winzige Schnecke verbindet Evolutionsgeschichte von Trichonida- und Ohridsee

Eine neue wissenschaftliche Studie enthüllt die gemeinsame Evolutionsgeschichte der Trichonida- und Ohridseen, die 200 km voneinander entfernt liegen, durch eine winzige Schnecke.
Pseudoislamia balcanica, eine Wasserschnecke, die nicht größer als 1,5 mm ist, kommt im Trichonidasee und angrenzenden Wassersystemen vor. Die phylogenetische Verwandtschaft dieser Schnecke mit Arten aus dem Ohridsee deutet auf einen gemeinsamen Evolutionsweg hin.
Kanella Radea, eine Forscherin an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (EKPA), und ihre Kollegen untersuchten die Art im Rahmen eines Forschungsprojekts. Pseudoislamia balcanica gilt laut der Roten Liste Griechenlands als vom Aussterben bedrohte Art, da sie einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt ist.
Wasserschnecken sind Indikatoren für eine gute Wasserqualität, da sie in verschmutztem Wasser nicht überleben. Frau Radea betont die Notwendigkeit, Süßwasserökosysteme zu erhalten, insbesondere angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel.