Dramatischer Anstieg der Plastikverschmutzung: 1,5 Billionen Dollar Gesundheitskosten

Ein Bericht in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet warnt vor einem dramatischen Anstieg der Plastikverschmutzung mit einer Belastung des Gesundheitswesens von 1,5 Billionen Dollar.
Die Plastikproduktion hat sich seit 1950 mehr als ver 200-facht und verursacht Krankheiten und Todesfälle in allen Altersgruppen. Embryonen, Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet.
Der Bericht hebt hervor, dass die Plastikverschmutzung in allen Teilen der Welt festgestellt wurde, während weniger als 10 % der Kunststoffe recycelt werden.
Professor Philip Landrigan betont die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Schutz der menschlichen und planetarischen Gesundheit, da Öl- und Kunststoffindustrielobbys die diesbezüglichen Verhandlungen bei den Vereinten Nationen untergraben.
Der Bericht besagt, dass die Plastikverschmutzung die Übertragung von Krankheiten verstärken kann, während die Verbrennung unkontrollierter Plastikabfälle die Atmosphäre verschmutzt.
Bei der Herstellung von Kunststoffen werden mehr als 16.000 Chemikalien verwendet, von denen viele mit Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden. Plastikabfälle zerfallen in Mikroplastik und Nanoplastik, die in den menschlichen Körper gelangen.
Forscher betonen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen enorme Kosten verursachen, wobei sich die Schäden im Zusammenhang mit drei Chemikalien auf schätzungsweise 1,5 Billionen Dollar pro Jahr belaufen.