Die Hitzewelle dieses Jahres unter dem Mikroskop der Wissenschaftler

Die intensive Hitzewelle im Juli, die Griechenland heimgesucht hat, wird von Wissenschaftlern unter die Lupe genommen. Kostas Lagouvardos, Forschungsdirektor am Nationalen Observatorium von Athen, erklärt gegenüber in.gr die Schlussfolgerungen, die Wissenschaftler ziehen.
Herr Lagouvardos weist darauf hin, dass die Hitzewelle das größte Klimarisiko ist, dem wir uns gegenübersehen und das Probleme für Gesundheit, Tourismus und Ökosysteme verursacht. Es ist besorgniserregend, dass wir in vier der letzten fünf Sommer eine Hitzewelle hatten, was auf einen raschen Wandel hindeutet.
Neben der Anzahl der Hitzewellen nimmt auch ihre Dauer zu. Die aufeinanderfolgenden Tage mit Temperaturen über 37 Grad Celsius sind mittlerweile zu viele. Eine genaue Wettervorhersage erfordert Geduld und Gelassenheit, um präzise zu sein.
Windströmung und Topographie spielen eine wichtige Rolle bei den Temperaturen. Der absteigende Nordwind kann die südlichen Küstengebiete erwärmen und verhindern, dass die Meeresbrise wirkt.
Herr Lagouvardos betont, dass keine Rekordtemperaturen erforderlich sind, um von einer extremen Hitzewelle zu sprechen. Die Häufigkeit von Hitzewellen in den letzten Jahren ist extrem.
Die Stunden mit hohen Temperaturen verlängern sich, insbesondere in städtischen Zentren. Die Bürger gewöhnen sich an sehr hohe Temperaturen und unterschätzen das Risiko.
Die Bürger treffen Vorsichtsmaßnahmen, verlieren aber ihren sommerlichen Alltag und verbringen den ganzen Tag an klimatisierten Orten.