Gletschertourismus bedroht fragile Regionen, so eine Studie

Der zunehmende Tourismus in Gletscherregionen, der durch das Risiko ihres Verschwindens angetrieben wird, gefährdet diese Eismassen weiter, so eine Studie der Universität Lausanne. Über 14 Millionen Menschen besuchen jährlich Gletschergebiete.
Die in Nature Climate Change veröffentlichte Studie hebt den Aufstieg des „Letzte-Chance“-Tourismus hervor, bei dem die Faszination für etwas Verschwindendes das Ökosystem beeinträchtigt. Beispiele hierfür sind der Bau von Zufahrtswegen und Hubschraubertouren.
Emmanuel Salim, der Hauptautor der Studie, stellte fest, dass dieses Phänomen in Alaska, Grönland und der Antarktis weit verbreitet ist. „Einige Touristen werden einfach zum nächsten beliebten Ziel weiterziehen, sobald die Gletscher verschwunden sind“, fügte er hinzu.
Die Forscher betonten die Notwendigkeit, die Beweggründe der Öffentlichkeit zu verstehen und verantwortungsvolles Verhalten anzunehmen. Sie wiesen auch auf die Notwendigkeit hin, postglaziale Regionen zu verwalten, da bis zum Jahr 2100 60 % des Eisvolumens verschwinden könnten.
Quelle: ΚΥΠΕ