Zypern droht Klage vor dem EU-Gericht wegen Umweltverstößen

Zypern drohen aufgrund von Umweltverstößen rechtliche Konsequenzen vor dem Europäischen Gerichtshof, wie ein Bericht des Rechnungshofs hervorhebt. Der Bericht weist auf Verzögerungen bei der Einhaltung europäischer Richtlinien und mögliche finanzielle Sanktionen hin.
Die Hauptfälle betreffen die Nichteinhaltung der Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der Deponierichtlinie. Trotz Warnungen seit 2021 wurden keine Schutzverordnungen für besondere Schutzgebiete (BSG) erlassen. Darüber hinaus ist die Sanierung illegaler Deponien in Vati (Limassol) und Kotsiatis (Nikosia), für die Zypern im Jahr 2013 verurteilt wurde, noch nicht abgeschlossen.
Der Rechnungshof untersucht auch ungenehmigte Bauten und illegale Viehzuchtanlagen, darunter eine Einheit in Agios Ioannis, Paphos, die seit 2015 ohne Genehmigung betrieben wird. Das Landwirtschaftsministerium räumt Verzögerungen ein und führt diese auf Bürokratie und Überschneidungen von Zuständigkeiten zurück.
In der Zwischenzeit berichtet das Ministerium, dass es die Empfehlungen des Rechnungshofs berücksichtigt und den Pachtvertrag nicht für einen zweiten Zeitraum verlängert hat. Der Pächter hat das Grundstück jedoch nicht geräumt, was zur Einleitung rechtlicher Schritte geführt hat.