Dürre: 52 % der europäischen Flächen im Juli betroffen

Mehr als 50 % der Flächen in Europa und im Mittelmeerraum waren zwischen dem 11. und 19. Juli 2025 von Dürre betroffen, so eine Analyse der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse auf der Grundlage von Daten des Europäischen Dürrebeobachtungsdienstes (EDO).
Dieser Prozentsatz von 51,9 % liegt 21 Punkte über dem Durchschnitt des Zeitraums 2012-2024 und ist der höchste Wert, der für diese Jahreszeit seit 2012 verzeichnet wurde. Der Dürreindex von Copernicus kombiniert Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit und Vegetationszustand.
Osteuropa und der Balkan sind besonders betroffen. In Serbien sind fast alle Flächen (99 %) von Wasserknappheit betroffen, wobei sich 68 % in Alarmbereitschaft befinden. Auch in Ungarn, Bulgarien und Rumänien befindet sich mehr als die Hälfte der Flächen in Alarmbereitschaft.
In Westeuropa ist das Vereinigte Königreich mit einer schweren Dürre konfrontiert, wobei sich 21 % der Flächen in Alarmbereitschaft befinden. In Deutschland stieg dieser Prozentsatz von 9 % auf 26 %. In Frankreich befinden sich 19 % der Flächen, hauptsächlich im westlichen Teil des Landes, in Alarmbereitschaft.
Dürre begünstigt Brände. Auch die Türkei ist von Wasserknappheit betroffen, wobei 76 % des Landes betroffen sind und sich 18 % in Alarmbereitschaft befinden.
Im Gegensatz dazu weisen Portugal und Spanien niedrige Dürreraten auf (10 % bzw. 7 %).