USA: Umweltzerstörung nach Aufhebung von Vorschriften

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat wichtige Umweltvorschriften zurückgenommen, was zu Gegenreaktionen und Befürchtungen hinsichtlich zunehmender Umweltverschmutzung geführt hat. Die Trump-Regierung bezeichnete den Schritt als "größten Deregulierungsakt in der amerikanischen Geschichte".
Die Rücknahme betrifft die grundlegende wissenschaftliche Erkenntnis, die es der EPA ermöglichte, Treibhausgase zu regulieren, die als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen gelten. Barack Obama erklärte, dass die Aufhebung die Amerikaner "weniger sicher, weniger gesund und weniger in der Lage machen würde, den Klimawandel zu bekämpfen".
Diese Entscheidung hat heftige Reaktionen von Umweltorganisationen und Politikern hervorgerufen. John Kerry bezeichnete die Verordnung als "unamerikanisch", während der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom vor mehr "tödlichen Bränden, mehr Todesfällen durch extreme Hitze, mehr Überschwemmungen und Dürren" warnte.
Die EPA argumentiert, dass die Rücknahme Billionen von Dollar einsparen wird, und ihr Direktor Lee Zeldin erklärte, dass frühere Regierungen die Gefährdungsfeststellung genutzt hätten, "um eine linke Wunschliste mit kostspieligen Klimapolitiken durchzusetzen".
Experten warnen jedoch, dass die zunehmende Umweltverschmutzung den USA bis 2055 zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 4,7 Billionen Dollar verursachen könnte, die mit dem Klimawandel und der Luftverschmutzung verbunden sind.