Grönland: Schmelzendes Eis und wachsende geopolitische Bedeutung

Grönland gewinnt an kritischer geopolitischer Bedeutung, da das arktische Eis aufgrund der globalen Erwärmung schmilzt. Seine Lage zwischen den USA und Russland macht es zu einer entscheidenden Grenze.
Das schrumpfende arktische Meereis eröffnet neue Schifffahrtsrouten, wie die Nördliche Seeroute ('Polare Seidenstraße'), wodurch sich die Entfernungen zwischen Europa und Asien verringern. Im Jahr 2024 stiegen die Überquerungen durch die Beringstraße im Vergleich zu 2010 um 175 %.
Mehrere Länder, darunter die USA, Kanada, Dänemark, Norwegen und Russland, erheben Ansprüche in der Arktis. Die USA sind bereits militärisch in Grönland präsent, während Russland Militärstützpunkte eröffnet und die sowjetische Infrastruktur wiederhergestellt hat. China erklärte sich 2018 zum 'Arktis-nahen Staat'.
Grönland verfügt auch über bedeutende Reserven an Seltenerdmineralien, mit einem geschätzten Vorkommen, das weltweit an achter Stelle steht. Chinas Shenghe Resources ist der größte Aktionär des Kvanefjeld-Projekts.