Millionen afrikanische Kinder durch Kürzungen der Hilfe gefährdet

Millionen Kinder in Afrika sind aufgrund von Kürzungen der internationalen Hilfe einem tödlichen Risiko der Unterernährung ausgesetzt. Die NGO Save the Children warnt, dass die Notfallnahrungsmittelvorräte in Nigeria, Kenia, Somalia und Südsudan zur Neige gehen.
Laut Al Jazeera sind in Nigeria 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren ohne Behandlung und Ernährungsunterstützung von schwerer akuter Unterernährung bedroht. Yvonne Arunga von Save the Children betonte die kritische Lage, da die Bestände an „gebrauchsfertigen therapeutischen Lebensmitteln“ (RUTF) zur Neige gehen.
Von den Vereinigten Staaten angeführte Finanzierungskürzungen haben die ausländische Hilfe drastisch reduziert. Tom Fletcher von der UN erklärte, dass sie gezwungen waren, die Überlebenschancen der Menschen zu priorisieren. MSF berichtete, dass in ihren Einrichtungen in Nordnigeria im ersten Halbjahr 2025 aufgrund mangelnder rechtzeitiger Versorgung mindestens 652 unterernährte Kinder starben.
Save the Children berichtete, dass in Kenia Mitarbeiter versuchen, Lebensmittel aus anderen Einrichtungen zu beschaffen. Bis Ende des Jahres werden in Kenia etwa 105.000 Kisten RUTF benötigt, aber nur 79.000 wurden gesichert. Insgesamt könnte der Mangel an Finanzmitteln die Behandlung von 15,6 Millionen Menschen in 18 Ländern unterbrechen.
Es wird erwartet, dass sich die Situation im Jahr 2026 weiter verschlechtern wird.