Internationales Abkommen gegen Überfischung tritt in Kraft

Das internationale Abkommen zur Begrenzung von Subventionen, die die Überfischung fördern, ist in Kraft getreten. Das Abkommen, das Ergebnis 20-jähriger Verhandlungen ist, beschränkt die Fischerei in internationalen Gewässern und die Übernutzung von Arten.
Das Abkommen, das erste, das seit 2017 bei der Welthandelsorganisation aktiviert wurde, trat in Kraft, nachdem es von Brasilien, Kenia, Tonga und Vietnam ratifiziert wurde.
Regierungen dürfen nun die Fischerei von Arten, die vom Zusammenbruch bedroht sind, sowie die Fischerei in internationalen Gewässern außerhalb ihrer Gerichtsbarkeit nicht mehr subventionieren. Ärmere Länder erhalten Zugang zu einem Sonderfonds, der ihnen die Anpassung an die neuen Regeln erleichtern soll.
Eine Studie aus dem Jahr 2019 schätzt die staatlichen Subventionen für Fischereiflotten auf 35,4 Milliarden US-Dollar, wobei China, die EU, die USA und Südkorea die Spitzenpositionen einnehmen.
Das Abkommen läuft aus, wenn bei den Verhandlungen über einen umfassenderen Regelungsrahmen keine Fortschritte erzielt werden. Die WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala äußerte sich optimistisch über das Erreichen eines neuen Abkommens.