Die unsichtbare Last häuslicher Ungleichheit
Frauen tragen weiterhin die Hauptlast der Hausarbeit, was sich auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirkt. Untersuchungen zeigen, dass der unverhältnismäßige Anteil an Haus- und mentaler Arbeit messbare Auswirkungen hat.
Der Psychotherapeut Ben Yalom betont, dass das Ungleichgewicht auf kulturelle Gründe zurückzuführen ist, da Männer keine solche Rolle übernehmen.
Selbst wenn beide Partner arbeiten, tragen Frauen den größten Teil der mentalen Belastung, wie z. B. das Verwalten von Zeitplänen und das Planen von Mahlzeiten. Eine Studie in Schweden zeigte, dass Frauen fast doppelt so viel Zeit mit Hausarbeit verbringen und häufiger depressive Symptome aufweisen.
Remi, eine berufstätige Mutter in Deutschland, berichtet, dass das Ungleichgewicht unbewusst beginnt, wobei Frauen aus Gewohnheit den größten Teil der Arbeit übernehmen. Die Mutterschaft verstärkte dieses Gefühl des Ungleichgewichts.
Die beratende Psychologin Ishita Pateria schlägt vor, dass Männer einen Monat lang alle Hausarbeiten übernehmen, um Empathie zu entwickeln.
Eine Studie aus dem Jahr 2025 hob hervor, dass Frauen in den USA und Europa den größten Teil der Hausarbeit leisten, was mit einem höheren Stressniveau verbunden ist.
Allmählich definieren Frauen die Fürsorge neu, setzen klare Grenzen und suchen das Gleichgewicht in Beziehungen.