Demografische Krise in Zypern: Vernachlässigung von Familien mit Kindern?

Zypern erlebt einen stetigen Bevölkerungsrückgang, die Geburtenraten sinken und einheimische Zyprioten werden bei den Geburten zur Minderheit. Laut dem Statistischen Amt waren im Jahr 2023 55 % der Geburten auf ausländische Staatsangehörige zurückzuführen.
Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen unterstützt die Regierungspolitik Familien, insbesondere die Mittelschicht mit mehr als einem Kind, nicht ausreichend. Die Mittelschicht macht 64 % der Haushalte aus, die Unterschicht 28 %.
Steuergesetze bieten Familien mit Kindern keine wesentliche Entlastung. Die Einkommensgrenze von 80.000 € unterscheidet nicht nach Leistungen pro Kind.
Der neue Gesetzentwurf zur Kinderbeihilfe schließt die Mittelschicht nicht wesentlich ein. Eine Familie mit vier Kindern und einem Einkommen von 80.000 € verfügt über ein entsprechendes verfügbares Einkommen von nur 18.200 €.
Die Unterstützung für Familien der Unterschicht stagniert, die Studienbeihilfen sind seit 1997 unverändert.
Zypern belegt in Europa den letzten Platz bei den Ausgaben für die Unterstützung von Kindern und Familien.
Es ist ein radikaler Kurswechsel erforderlich, bei dem die Familie als Investition in die Zukunft betrachtet wird.