Great Sea Interconnector: Zypern droht Energie-Isolation

Während die Türkei ein Abkommen mit den besetzten Gebieten zur Energieverbindung vorantreibt, droht der Republik Zypern aufgrund von Verzögerungen beim Projekt Great Sea Interconnector (elektrische Verbindung Zypern-Kreta-Griechenland) das einzige EU-Land ohne Energieverbindung zu bleiben.
Das Projekt gilt als strategisch wichtig, um die Energie-Isolation zu beenden, die Stromkosten zu senken, die Systemsicherheit zu gewährleisten und erneuerbare Energien zu nutzen. Die zypriotische Regierung zeigt jedoch nicht die notwendige Entschlossenheit, wodurch sich das Projekt verzögert.
Die Türkei hingegen hat bereits ein Abkommen mit der illegalen Verwaltung der besetzten Gebiete unterzeichnet, wodurch ihre Abhängigkeit von Ankara verstärkt und die Besetzung durch kritische Infrastruktur gefestigt wird.
Geschäftliche Interessen, die Angst vor der Übernahme politischer Verantwortung und die Illusion, dass Enthaltung keine Kosten verursacht, scheinen die Vorbehalte der Regierung zu befeuern.
Der Energiekommissar der DISY betont die Notwendigkeit einer offiziellen Beteiligung der Republik Zypern an dem Projekt, der öffentlichen politischen Unterstützung und der Information der Bürger über die Bedeutung der Energieverbindung.
Ohne entschiedene Unterstützung wird das Projekt unter Umgehung Zyperns abgeschlossen, wobei der geopolitische Konkurrent bereit ist, die Lücke zu füllen.