Bericht des Generalrevisors: Millionenverluste durch Misswirtschaft in Akamas-Skandal

Ein Bericht des Generalrevisors deckt einen Misswirtschaftsskandal auf, bei dem es um Millionen von Euro in Projekten in Akamas geht. Die Prüfung betraf vier Verträge mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem nachhaltigen Entwicklungsplan des Parks, der vom Programm „THALIA 2021–2027“ kofinanziert wird.
Die geprüften Maßnahmen betrafen die Verbesserung des Hauptstraßennetzes (Phase A') sowie den Bau und die Verwaltung von vierzehn Infrastrukturknotenpunkten. Laut dem Bericht hat die Abteilung für öffentliche Arbeiten (TΔ) die Verfahren für die Ausschreibung, Vergabe und Verwaltung der Projekte nicht korrekt angewendet.
Dies führte zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten und einem Verlust von Garantien in Höhe von 1 Million Euro, ohne das öffentliche Interesse zu wahren. Zu den wichtigsten Feststellungen gehören die Nichtfertigstellung des Straßenbauprojekts (Phase A') aufgrund des verspäteten Eingreifens des TΔ, der Verlust von Garantien aufgrund der nicht rechtzeitigen Liquidation von Bürgschaften und Verstöße gegen das Vergabeverfahren durch die Anwendung von Verhandlungen ohne Veröffentlichung.
Darüber hinaus wurden die Verträge für die Infrastruktur der Managementzentren ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung ausgeschrieben, was zu Änderungen, Verzögerungen und einer Kostensteigerung von 135,3 % führte. Alle Projekte in dem Gebiet wurden aufgrund von Umweltproblemen durch Beschluss des Ministerrats ausgesetzt. Der Generalrevisor Andreas Papaconstantinou betonte die Notwendigkeit, bei der Durchführung von Projekten in ökologisch sensiblen Gebieten wie Akamas Vorsicht walten zu lassen.