Zypern: Regierungsumbildung nach Bränden?

Die Regierung von Präsident Christodoulides steht nach den jüngsten Bränden unter Druck, politische Verantwortung zu übernehmen. Politische Kreise halten eine Umbildung des Kabinetts für wahrscheinlich, insbesondere für die Minister für Justiz und Landwirtschaft, Marios Hartsiotis und Maria Panagiotou, die wegen ihres Umgangs mit den Bränden kritisiert wurden.
Präsident Christodoulides berief eine erweiterte Kabinettssitzung und ein Treffen mit Gemeindevorstehern ein, um die Lage zu prüfen und Maßnahmen zur Unterstützung der Brandopfer zu ergreifen. Er wurde wegen seiner Öffentlichkeitsarbeit kritisiert, insbesondere wegen der Abwesenheit der beiden Minister bei der Ansprache.
Trotz Dementis warf die Abwesenheit der Minister Hartsiotis und Panagiotou bei der Ansprache Fragen auf. Der Präsident wartet auf Berichte über die Ereignisse der Brände, bevor er Entscheidungen trifft. Eine überraschende Umbildung wird nicht ausgeschlossen.
Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis wies die Behauptungen zurück, der Präsident habe seine Minister 'entmachtet', und betonte die Bedeutung der Unterstützung der Betroffenen.
Zypern hat einen Antrag auf eine ständige Präsenz des RescEU-Mechanismus im Land gestellt.