Polyaigos: Streit um Gebäudereparaturen auf geschützter Insel

Berichten zufolge hat die Archäologische Behörde der Kykladen keine Genehmigung für die Reparatur alter Gebäude auf Polyaigos erteilt, einer Insel, die zum Ort von besonderer Naturschönheit erklärt und in das Natura-2000-Netzwerk integriert wurde. Die Hellenische Gesellschaft für Umwelt und Kultur (ELLLET) hat Bedenken hinsichtlich der potenziellen touristischen Entwicklung der Insel geäußert.
Nach der Übertragung von 27 Hektar an die Firma Konsolina SA, ein Mitglied der Libra Group des Reeders George Logothetis, wurde ein Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung für die Reparatur eines bestehenden Gebäudes am Mersini-Strand gestellt. Die Archäologische Behörde der Kykladen lehnte den Antrag jedoch ab.
Der Leiter der Archäologischen Behörde der Kykladen, Dimitris Athanasoulis, erklärte, dass keine Genehmigung für Reparaturen erteilt wurde und dass die Errichtung von Gebäuden auf Polyaigos nicht gestattet ist. Polyaigos ist die größte unbewohnte Insel der Ägäis, bekannt für ihre Schönheit und ihre Bedeutung als Lebensraum für die Mittelmeer-Mönchsrobbe Monachus-Monachus.
Polyaigos ist als Landschaft von besonderer Naturschönheit geschützt und in das Natura-2000-Netzwerk integriert. Die Archäologische Behörde der Kykladen hat beantragt, dass ganz Polyaigos zum archäologischen Gelände erklärt wird.
Der Bürgermeister von Kimolos, Kostas Ventouris, hat seinen Widerstand gegen jegliche Bautätigkeit zum Ausdruck gebracht, die dem Schutzcharakter der Insel zuwiderläuft.