Studie zur Entwicklung der Abfallmanagementinfrastruktur in Zypern

Das Umweltministerium hat eine Ausschreibung für die Erstellung einer Machbarkeits- und Rentabilitätsstudie zur Entwicklung eines integrierten Abfallmanagement-Infrastrukturnetzes in Zypern bekannt gegeben.
Die Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen stellt für Zypern weiterhin eine Herausforderung dar. Laut dem Statistischen Amt erreichte die Abfallproduktion im Jahr 2023 653 kg pro Kopf. Der Großteil der Abfälle (76,8 %) landete auf Deponien, während nur 16,3 % recycelt wurden.
Ziel ist es, die Deponierung von Abfällen gemäß der Richtlinie 2018/850/EU bis 2035 auf 10 % zu reduzieren. Die Studie wird die Notwendigkeit der Herstellung von Sekundärbrennstoffen oder der Schaffung einer thermischen Verwertungsanlage untersuchen.
Der Abschluss des Infrastrukturnetzes wird zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen. Die Vertragsunterzeichnung wird voraussichtlich am 31. Oktober 2025 erfolgen, mit einer Laufzeit von 75 Wochen und einem Budget von 820.000 €.
Die Studie ist Teil des Siedlungsabfallbewirtschaftungsplans 2022–2028 und untersucht die Bewertung der bestehenden Infrastruktur und die Schaffung neuer Anlagen, einschließlich einer Anlage zur Behandlung organischer Abfälle und einer Anlage zur mechanischen Aufbereitung von Wertstoffen in der Provinz Nikosia.
Gleichzeitig wurden Ausschreibungen für die Inspektion der Integrierten Abfallbewirtschaftungsanlage Kosi, die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen für den Betrieb der Integrierten Abfallbewirtschaftungsanlage Limassol und die Aktualisierung einer Studie für die elektromechanische Ausrüstung der Anlage bekannt gegeben.