Stärkung der Resilienz nach Bränden in Zypern

Nach dem verheerenden Brand vom 23. Juli 2025, der größten Umweltkatastrophe in Zypern seit 1974, wird die Notwendigkeit hervorgehoben, die Widerstandsfähigkeit des Staates zu stärken. Herr Charidimos Tsoukas, Professor an der Universität Zypern, betont, dass „Naturkatastrophen“ genauso zerstörerisch sind wie das sozio-physische System anfällig ist.
Die Anfälligkeit eines Systems für Schäden hängt von der Stärke des Naturphänomens und der Widerstandsfähigkeit des Systems ab. Die Widerstandsfähigkeit wiederum hängt mit der Organisation und Verwaltung (O-V) des Systems zusammen. Ein Waldsystem erhöht seine Widerstandsfähigkeit, indem es brennbares Material entfernt, Brandzonen schafft und Waldkarten verwendet.
Die Koordination von Behörden, detaillierte Protokolle, Informationen, Ausrüstung und ein Geist der Zusammenarbeit sind entscheidend. Es sind kontinuierliche Schulungen und Übungen der Beteiligten sowie systematisches Organisationslernen erforderlich. Der Brand vom 23. Juli ist ein Anlass, den Zivilschutz und das System der Waldbrandbekämpfung zu reorganisieren.
Die Verbesserung der Organisation und Verwaltung des öffentlichen Sektors ist notwendig, aber aufgrund der politischen Kultur des Landes schwierig. Herr Tsoukas weist darauf hin, dass sich das Ganze ändern muss, um das Einzelne zu verändern, d. h. die Mentalität des Staates.