Weinberge als natürliche Brandschneisen: Beispiele aus Zypern

Weinberge können als natürliche Brandschneisen fungieren, so die Aussagen des Gemeindevorstehers von Kyperounta, Michalis Chatzimichail. Das Gebiet „Chartzi“ zwischen Kyperounta und Chandria, wo die Troodos-Wälder an landwirtschaftliche Flächen grenzen, ist ein typisches Beispiel.
Wie berichtet, stoppte das Feuer am 23. Juli im halbhügeligen Limassol vor Weinbergen. Der Agronom Giorgos Karaiskakis erklärte, dass neben dem hohen Feuchtigkeitsgehalt in den Kulturen das Fehlen von Gras und trockenen Ästen in den Weinbergen die Ausbreitung des Feuers begrenzt.
Auch Spilia, ein Gebiet, das 2016 von einem Brand betroffen war, wurde besucht. Der Gemeindevorsteher von Spilia, Miltiadis Iereidis, wies auf die Aufgabe von landwirtschaftlichen Flächen hin, die nun eine Gefahrenquelle darstellen. Es gibt einen Rückgang des Anteils der Landwirte, was dazu führt, dass sich das Land in einen „Dschungel“ verwandelt.
Die Regierung hat eine Million Euro für die Reinigung von Gebieten bereitgestellt, ein Betrag, der als gering angesehen wird. Michalis Chatzimichail betonte, dass über 80 % der landwirtschaftlichen Flächen aufgegeben wurden. Giorgos Karaiskakis schlug mehr Subventionen für junge Landwirte vor.
Der Staat ist aufgefordert, das Problem der verlassenen landwirtschaftlichen Flächen zu untersuchen, da deren Bewirtschaftung zur lokalen Wirtschaft und zur Reduzierung von Waldbränden beitragen wird.