Aimilianides: Probleme im System der Zwangseinweisung

Der Anwalt Achilleas Aimilianides wies im Fall von Giorgos Mazonakis auf gravierende Probleme im System der Zwangseinweisung in Zypern hin.
Herr Aimilianides betonte, dass der bestehende Rahmen Missbrauch zulässt, angefangen bei Beschwerden mit eigennützigen Motiven. Die Polizei überstellt die Person an einen staatlichen Psychiater, der häufig ohne wesentliche Begutachtung die Einweisung empfiehlt.
Der Anwalt nannte Beispiele wie ältere Menschen mit jungen Partnern oder Nachbarn, die angezeigt werden. Er betonte, dass die Zwangseinweisung nur in Fällen schwerer psychischer Störungen angewendet werden sollte.
„Es darf nicht dazu verwendet werden, Rechnungen zu begleichen oder den staatlichen Psychiater zum Richter über den Lebensstil eines Bürgers zu machen“, schloss Herr Aimilianides.