Wirtschaftsnationalismus: Neue Trends und Auswirkungen

Wirtschaftsnationalismus und Deglobalisierung gestalten die Weltwirtschaft neu, wobei der Staat eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung der Eigenversorgung mit kritischen Gütern spielt. Die USA und Großbritannien haben bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre heimischen Industrien zu schützen.
Konkret erlaubten die USA die Übernahme von US Steel durch Nippon Steel, sicherten sich aber ein Vetorecht bei strategischen Entscheidungen. Gleichzeitig übernahm die britische Regierung die Kontrolle über British Steel, um die Schließung von Hochöfen zu verhindern.
In Griechenland erfordern Deindustrialisierung und Importabhängigkeit die Entwicklung eines nationalen strategischen Wirtschaftsplans, um Importe zu substituieren und die heimische Produktion zu stärken. Die Türkei stärkt trotz der Besetzung von Territorium der Republik Zypern ihre Position in der europäischen Verteidigung durch den Aufbau starker Rüstungsindustrien.
Giorgos X. Papageorgiou betont die Notwendigkeit eines Konsenses zwischen politischen, sozialen und produktiven Kräften für das Überleben der Nation.