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Weniger Arbeitnehmer durch Tarifverträge in der Eurozone abgedeckt

By Staff
Weniger Arbeitnehmer durch Tarifverträge in der Eurozone abgedeckt
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Laut dem Index der Europäischen Zentralbank (EZB), der Tarifverträge erfasst, wird für die Eurozone im Jahr 2026 ein deutlicher Rückgang der Lohnsteigerungen prognostiziert. Der EZB-Bericht hebt hervor, dass im Zeitraum 2013-2024 nur 49 % der Beschäftigten in der Eurozone durch Tarifverträge abgedeckt waren.

In Griechenland ist dieser Prozentsatz mit nur 10,7 % besonders niedrig. In Zypern liegt die Deckungsrate bei etwa 45 %, verglichen mit 90 % in den 1990er Jahren. Tarifverträge in Zypern betreffen hauptsächlich Beschäftigte im öffentlichen und halbstaatlichen Sektor sowie in Branchen wie Banken, Hotels und der Bauindustrie.

Die europäische Richtlinie 2022/2041/EU fördert Tarifverhandlungen zur Festlegung von Löhnen mit dem Ziel, den Prozentsatz der durch Tarifverträge abgedeckten Arbeitnehmer auf 80 % zu erhöhen. Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten mit einer Deckungsrate von weniger als 80 %, einen Rahmen zur Förderung von Tarifverhandlungen zu schaffen.

Die Daten der EZB zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Ländern der Eurozone. So liegt beispielsweise in Belgien die Deckungsrate bei 37,7 %, in Deutschland bei 41,9 %, in Italien bei 48,7 % und in Frankreich bei 52,1 %. Im Gegensatz dazu sind in den Niederlanden 64,1 % der Beschäftigten durch Tarifverträge abgedeckt, in Spanien 62,1 % und in Österreich 60,6 %.

Die EZB verwendet das Lohnverfolgungssystem, um den Lohndruck in der Eurozone zu bewerten. Laut dem ECB Wage Tracker wird erwartet, dass die Löhne in der Eurozone im ersten Quartal 2026 um 1,7 % jährlich steigen, gegenüber 5,2 % Ende 2024.

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