Griechenlands Kreditkartenmarkt steckt fest

Griechenlands Kreditkartenmarkt stagniert weiterhin, trotz der Bemühungen der Banken, deren Nutzung zu fördern. Die Kreditkartensalden der Haushalte sind jetzt sogar niedriger als vor der Einführung des Euro in Griechenland.
Laut Angaben der Bank von Griechenland beliefen sich die ausstehenden Kreditkartensalden Ende Oktober letzten Jahres auf 2,26 Milliarden Euro, was das fünfte Jahr in Folge unter der Schwelle von 2,5 Milliarden Euro markiert. Zum Zeitpunkt der Einführung des Euro beliefen sich die Kreditkartenschulden auf etwa 3,7 Milliarden Euro, bevor sie Anfang 2009 auf fast 10 Milliarden Euro anstiegen.
Die Banken versuchten zunächst, das Problem einzudämmen, indem sie die Kartenschulden in Raten umstrukturierten, die Kreditkriterien verschärften und die Limits für aktive Karten reduzierten. Seit Anfang 2021 liegen die ausstehenden Salden unter 2,3 Milliarden Euro.
Bankmanager führen die heutige Stagnation auf eine grundlegende Veränderung im Konsumverhalten zurück. Kreditkarten werden nicht mehr als langfristige Kreditinstrumente, sondern hauptsächlich als Zahlungsmittel verwendet, die von zinsfreien Zahlungszielen von bis zu 50 Tagen und Ratenzahlungsplänen ohne zusätzliche Kosten profitieren.
Die Institute sind nun bestrebt, ihre Kartenbasis ohne übermäßiges Risiko zu erweitern und bieten Boni und Prämien durch Treueprogramme an.