EU-US-Handelsabkommen: Landwirtschaft bleibt außen vor

Der europäische Primärsektor scheint durch das jüngste EU-US-Handelsabkommen ohne wesentliche Vorteile dazustehen. Während sich die USA einen bevorzugten Zugang zum europäischen Markt sichern, sehen sich europäische Landwirte mit erhöhten Zöllen von bis zu 15 % auf ihre Agrarprodukte in die USA konfrontiert.
Dies bedeutet, dass Produkte wie Wein, Olivenöl, Tafeloliven, Milchprodukte und Früchte auf dem amerikanischen Markt weniger wettbewerbsfähig werden. Die Landwirtschaftsorganisationen Copa – Cogeca und Farm Europe äußern ihren Widerstand und betonen, dass die Landwirtschaft als Verhandlungsmasse für andere Sektoren wie die Automobilindustrie missbraucht wird.
Landwirte und Genossenschaften fordern die Europäische Kommission auf, einen Plan zur Abfederung der Auswirkungen vorzulegen. Der Europäische Weinkomitees (CEEV) äußert sich enttäuscht darüber, dass Wein nicht von den neuen Zöllen ausgenommen ist, da der EU-Weinsektor im Jahr 2024 Wein im Wert von über 4,88 Milliarden Euro in die USA exportiert hat.
Landwirtschaftliche Organisationen fordern eine Bewertung der Folgen des Abkommens und faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Erzeuger.