Biennale Venedig: Zypriotische Beteiligung und der blühende Feldweg

Die zypriotische Beteiligung an der 60. Internationalen Kunstausstellung – Biennale Venedig mit dem Titel „Auf einem blühenden Feldweg neben einer ruhigen Gasse…“ wurde am 18. April 2024 eröffnet. Die Ausstellung, eine kollektive Aktionsplattform, präsentierte Werke der Lower Levant Company, des Kunstkollektivs Endrosia und des libanesischen Künstlers Haig Aivazian.
Die Ausstellung untersuchte aktuelle politische und soziale Bedingungen und verwies auf einen Forbes-Bericht aus dem Jahr 2019 über einen schwarzen Van in Larnaka, der mit dem Händler für Spionagetechnologie Tal Dilian in Verbindung gebracht wurde. Das fiktive Unternehmen „Forever Informed“ wurde als „Gesicht“ der Ausstellung präsentiert und versprach „intelligente Lösungen für schwache Signale“. Der Ausstellungsraum wurde in ein eigentümliches Firmenbüro verwandelt, mit Elementen wie einer Zwischendecke, die die Nachricht „ΑΥΡΙΟΝ ΠΡΩΙΝ ΕΝ ΝΑ ΔΕΙΣ“ im Morsecode blinkte.
Zwei Jahre später erhielt das Team eine E-Mail von einem anonymen Reddit-Nutzer, Shaba7-el-adna, der eine Umfrage teilte, die auf öffentlichen Daten über die Überwachungsaktivitäten des „schwarzen Vans“ basierte. Die Kartierung macht ein Netzwerk von Beziehungen zwischen rechtlichen Rahmenbedingungen, Geschäftspraktiken und staatlichen Mechanismen sichtbar. Die Ausstellung bleibt mit der Öffentlichkeit in Verbindung und untersucht Themen wie Überwachung, Komplizenschaft und die Beziehung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.
Weitere Informationen: Elefthera, 19.04.2026