Irland droht mit Rückzug vom Eurovision wegen Israels Teilnahme

Der irische öffentlich-rechtliche Sender (RTÉ) hat mit dem Rückzug vom Eurovision Song Contest 2026 gedroht, falls Israel weiterhin am Wettbewerb teilnimmt. Es ist der zweite Sender nach Slowenien, der eine ähnliche Bedingung stellt.
RTÉ nennt den Verlust von Menschenleben in Gaza, gezielte Tötungen von Journalisten und die Verweigerung des Zugangs für internationale Medien als Gründe. In Spanien haben Kulturminister Ernest Urtasun und Premierminister Pedro Sánchez ebenfalls den Ausschluss Israels gefordert.
Die Europäische Rundfunkunion (EBU) prüft die Angelegenheit und hat die Anmeldefrist bis Dezember verlängert. Andere Sender (Island, Finnland, Schweden, Großbritannien) befinden sich in Beratungen. Israel hat über seinen öffentlich-rechtlichen Kanal Kan seine Teilnahme erklärt.