Hollywood-Oligopole kehren zurück: Netflix-Warner Bros. Deal ändert die Regeln

Die mögliche Übernahme von Warner Bros. durch Netflix für 83 Milliarden US-Dollar signalisiert eine mögliche Rückkehr zu oligopolistischen Strukturen in Hollywood, so ein Artikel von Matthew Jordan in The Conversation.
Jordan erinnert daran, dass das Hollywood der Vorkriegszeit von einigen wenigen Unternehmen kontrolliert wurde, die die Filmproduktion, den Vertrieb und die Vorführung konzentrierten. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA im Jahr 1948 schränkte diese Macht ein und zwang die Studios, ihre Kinos zu verkaufen.
Obwohl der Einstieg von Netflix in die Content-Produktion zunächst eine 'neue Befreiung' zu bieten schien, schufen traditionelle Studios ihre eigenen Plattformen, was zu einer neuen Machtkonzentration führte. Der Fall von Warner Bros. Discovery mit gestrichenen Projekten und Fusionen ist ein Beispiel für diesen Trend.
Jordan schätzt, dass die Übernahme von Warner Bros. durch Netflix für die Wall Street positiv, für Urheber und Zuschauer jedoch problematisch sein könnte, da Netflix auf Rentabilität drängt. Darüber hinaus fällt die Machtkonzentration mit dem Aufstieg der künstlichen Intelligenz zusammen, was Fragen aufwirft, wie Filmbiliotheken genutzt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hollywood anscheinend zu oligopolistischen Strukturen zurückkehrt, wobei die neuen Plattformen den alten Studios ähneln.